Boston Berlin Literary Salon . . .

LiterarySalon

. . . with Homage to Andrew Marvell and Johann Wolfgang von Goethe

                                                                                                              

Boston Berlin Literary Salon

 with Homage to Andrew Marvell and Johann Wolfgang von Goethe


Unknown author, friend of Polaroid Color Labs employee, circa 1967.

To be loved is to be extended beyond oneself.  It is to be taken as an image through life you would not otherwise be able to live; it is to have your way remembered in rooms and places you will never know; your influence evoked in decisions you cannot share; in discussions you will never hear.  You are made more than the self you are according to human limitations, because love has conferred on you its increase, its magic beyond time and place.

 


Ernest Hemingway's take on Andrew Marvell from "A Farewell to Arms":

     "We have such a fine time," Catherine said. "I don't take any interest in anything else anymore. I'm so very happy married to you."
     "The waiter came and took away the things. After a while we were very still and we could hear the rain. Down below on the street a motor car honked.

          " 'But at my back I always hear
               Time's winged chariot hurrying near.' "

I said.
     "I know the poem," Catherine said. "It's by Marvell. But it's about a girl who wouldn't live with a man."
     My head felt very clear and cold and I wanted to talk facts.


LIEBE UND KRIEG

Zweibrücken, den 25. August 1942

Mein lieber Walter !


Zunächst sende ich Dir die herzlichsten

Grüsse und Küsse. Mir geht es noch gut was

ich auch von Dir hoffe. Ich habe nur wieder

erneut furchtbares Halsweh. Heute Nacht

sassen wir nämlich wieder 2 1/2 Stunden im

Luftschutzkeller, da hat man sich gleich eine

Erkältung zugezogen. Hoffentlich geht das bald

vorüber. Wenn Du nur bei mir wärst wäre es gleich

vorbei. Ich bleibe heute Abend wieder bis

8 Uhr im Geschäft, denn da vergeht die Zeit

am schnellsten. Daheim weiss ich nicht wie

ich den Abend herum bringen soll. Zum

Arbeiten daheim habe ich keine Lust und

schlafen kann ich auch nicht, da bleibe

ich halt im Büro und arbeite hier ein

bischen, wenns nicht viel ist ist es wenig.

Zunächst schreibe ich Dir ja jetzt dieses

Brieflein. Ich bekomme eben wieder selten

Post von Dir. Schreibe mir doch bitte so-

oft Du kannst, denn Deine Briefe sind das

einzige woran ich meine Freude habe. An was soll

man sich sonst freuen. Es ist alles so einsam

ohne Dich. Wenn Du doch nur erst hier sein

könntest. Einmal wird auch das kommen, dann

wollen wir uns des Lebens freuen und wollen

den Krieg vergessen. Eigentlich dürfen wir den

Krieg ja nicht ganz verdammen, denn wenn

kein Krieg wäre, hätten wir uns nie kennen

gelernt. Also war er doch für etwas gut.

Aber jetzt hätte er lange genug gedauert.

Vielleicht nimmt er dieses Jahr noch ein

Ende. Wir wollen das Beste hoffen. Sonst

können wir ja nichts wie hoffen und warten

und Gott wird lenken.


Für heute Grüsse und Küsse ich
 Dirch nun nochmals Deine

 


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